Renovierung leicht gemacht

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Alle Jahre wieder heißt es für viele, sich mit der Renovierung der heimischen vier Wände auseinanderzusetzten. Für viele von Anfang an ein Graus und für die Übereifrigen unter uns wird es spätestens mittendrin zu einem kleinen Fiasko. Denn der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Daher sollte eine Renovierung immer mit einer genauen Planung und umfassenden Vorbereitung beginnen. So bewahren Sie Ihren Nerven als auch Ihrem Geldbeutel eine Menge Strapazen. Mit den richtigen Infos über die anstehende Arbeit sowie deren Voraussetzungen, dazu hochwertige und ausreichend vorhandene Materialien wie auch das entsprechende Werkzeug spart sowohl Kraft, Zeit und Geld. Mit unseren nachfolgenden Tipps gerüstet wird Ihre eigens ausgeführte Renovierung nicht weniger professionell ausfallen, als von einem teuren Fachmann.

Renovierung der Wände und Decken

Klären Sie zunächst, welche Arbeiten für eine Renovierung in den jeweiligen Räumen notwendig sind. Machen Sie eine ausführliche Bestandsaufnahme: Sind für die Renovierung der Wände neue Tapeten erforderlich oder genügt ein Anstrich? Welche Beschaffenheit haben die Wände? Müssen Sie vorab grundiert, gespachtelt oder verputzt werden und welche Farben und Tapeten sind jeweils am geeignetsten? Entscheiden Sie sich für einen Wandanstrich, sollten Sie nicht nur die gewünschte Farbnuance planen, sondern auch die Qualität und den zu erwartenden Verbrauch der Farbe. Hochwertige Farben weisen eine bessere Konsistenz und damit Deckkraft auf. Zwar erscheinen diese beim Kauf zunächst teurer, dafür ersparen Sie sich im Gegensatz zu den günstigeren Alternativen den meist erforderlichen Zweitanstrich, der ein Mehr an Geld, Zeit und Kraft bedeutet. Wollen oder müssen Sie tapezieren, empfehlen wir vorgeleimte Tapeten, da diese lediglich befeuchtet und direkt an die Wand angebracht werden können – kein Kleistereimer, verwirrende Einweich-Zeiten oder andere etwaige müßige Vorarbeiten. Den Bedarf an Tapete berechnen Sie, indem der Zimmerumfang mal der Höhe berechnet wird und diesen durch die entsprechende Quadratmeterzahl teilen, die eine Rolle ergibt. Das heißt eine Standardrolle beträgt meist 0,53 x 10,05 Meter und reicht für circa 3 Bahnen sprich 5 Quadratmeter. Misst Ihr renovierungsbedürftiger Raum beispielsweise 30 Quadratmeter, benötigen Sie also 6 Rollen Tapete. Allerdings sollten Sie für eventuelle Fehlschnitte oder spätere Ausbesserungen immer eine Rolle als benötigt mehr kaufen. Für eine Renovierung mit Erfolg und Spaß ist zudem das passende Werkzeug ausschlaggebend – auch hier sollten Sie auf Qualität statt Quantität setzen. Billige Pinsel werden oftmals spröde und hinterlassen auf Ihrer frischgestrichenen Wand gern ihre Borsten. Ebenso verhält es sich mit den fußelnden günstigen Farbrollen. Die hochwertigen Exemplare sind wesentlich bauschiger, weshalb sie mehr Farbe speichern und diese sich auch bei Unebenheiten gleichmäßig und leicht verteilen lässt. Unser Motto: Nicht am falschen Ende gespart, ist die Renovierung der Wände schnell und exakt abgehakt.

Renovierung der Bodenbeläge

Auswahl von Bodenbelägen

© Andrea De Martin/123rf.com

Müssen im Rahmen der Renovierung die Bodenbeläge gewechselt werden, empfiehlt es auf PVC, Teppichboden, Laminat oder Parkett zurückzugreifen, denn das Verlegen von Fliesen oder Vinylböden gestaltet sich etwas schwieriger und bedarf wesentlich mehr Übung. Bei letzterem bietet es sich für die versprochene leichte Renovierung an, einen Fachmann zu engagieren – die Erfahrung zeigt nämlich, dass hier der Profi meist sowohl günstiger als auch zeitsparender ist. Die Verlegungsarbeit von PVC und Teppichboden ist hingegen ein Kinderspiel, wenn man sich das Material schon im Fachgeschäft auf die entsprechende Größe genau zuschneiden lässt – Möbel raus, Bodenbelag rein, 2-3 Stunden liegen lassen und mit beidseitigem Klebeband gleichmäßig fixieren. Für das Verlegen von Parkett oder Laminat im „schwimmenden“ Zustand bietet sich das Muster des „wilden Verbands“ an. Hierbei wird nicht geklebt und die Reststücke werden einfach in der nächsten Reihe angelegt. Dadurch sparen Sie bei der Renovierung enorm an Material ein und erhalten einen optisch abwechslungsreichen Fußbodenbelag. In jedem Fall sollten Sie vor der Verarbeitung das Parkett oder Laminat mindestens 48 Stunden akklimatisieren lassen, das heißt Sie sollten die Dielen in einem Raum bei mindestens 18 Grad und höchstens 70 Prozent Luftfeuchtigkeit für zwei Tage lagern. Dann kann die Renovierung Ihres Fußbodens beginnen, wobei zunächst eine Trittschalldämmung aus Filz, Kork oder PE-Schaumfolie in Längsrichtung der Dielen auf trockenen und sauberen Boden ausgelegt werden muss. Die erste Reihe richten Sie nun mit der Nut-Seite zur Wand aus. Da Holz ein Naturmaterial ist und „arbeitet“, sollten Sie dabei mittels entsprechender Keile einen Abstand von circa 5 bis 10 mm zur Wand einhalten. Keine Sorge, diese Fuge wird am Ende mit Sockelleisten dekorativ abgedeckt. Nun werden die einzelnen Stücke nacheinander stirnseitig zusammengefügt, wobei das letzte Stück meist zugeschnitten werden muss. Hier bietet es sich an mit einem Winkeleisen und einer Kreis- oder Stichsäge zu arbeiten. Klopfen Sie anschließend die verlegten Bretter mit einem Gummihammer und einem Schlagholz an und ziehen sie das letzte Brett mit einem Zug-Eisen fest. Bei den folgenden Reihen verfahren Sie genauso weiter und im Handumdrehen ist Ihr neuer Bodenbelag verlegt. Abschließend befestigen Sie die Sockelleisten und Übergangsleisten, entweder mit Nagel und Schraube oder mit Montagekleber aus der Kartusche.

Am Ende steht der Lohn des Wiedereinrichtens bevor – Bilder, Regale und Co sollen wieder an ihren alten Platz oder auch einen neuen Wirkungsbereich finden. Bedenken Sie aber, nach der Renovierung heißt vor der Renovierung. Um es bei der nächsten Renovierung noch leichter zu haben, empfehlen wir Ihnen Montagelösungen die keine Bohrlöcher hinterlassen – so machen Sie es sich auch bei der Gestaltung der frischrenovierten Wohnräume viel leichter als je zuvor. Selbst Ihr Bad können Sie in diesem Zuge einer kleinen Renovierung unterziehen, indem Sie eine neues Duschzubehör und Badaccessoires ohne zu bohren montieren.

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